Ja, so langsam möchte ich mal meine Versprechen einlösen und endlich ein paar Fotos zu Tutorials verarbeiten. Also fangen wir mal mit der Quitscheenten-Torte an.
Das war übrigens meine dritte 3D-Torte – und diese Torte hat mich mit dem Motivtorten-Subvirus, dem 3D-Torten-Virus, angesteckt. Der Effekt der Quietscheente ist grandios (die Größe auch) und der Aufwand hält sich erstaunlicherweise einigermaßen in Grenzen. Zumindest für Motivtortenbäcker/innen, da gelten ja schließlich andere Maßstäbe. Außerdem ist das eine gute Gelegenheit, die etwas ungeliebten „trockenen Kuchen“ in neuem Glanz strahlen zu lassen.
Kuchen
Meine Quitscheente besteht aus ca. 4 normalen Kuchenrezepten und ist damit sehr, sehr groß. Man kann natürlich die Maße verkleinern, wenn man entsprechende Formen hat. Alternativ könnte man für den Kopf auch eine Styroporkugel verwenden, so spart man sich den Kauf einer Kugelform und der Kuchen wird auch deutlich kleiner.
- 1 Kugel bzw. 2 Halbkugeln für den Kopf mit 15cm Durchmesser
- 2 runde Kuchen mit 25cm Durchmesser und ca. 5cm Höhe, begradigt
- 1 runder Kuchen mit 15cm Durchmesser und ca. 8cm Höhe, mit Hubbel
- 1 Holzstäbchen
- 1-2 Schaschlik-Spieße
- 1 -2 Gläser Aprikosenmarmelade
- Ganache
Die Kuchenteile sollten aus einem sehr festen, stabilem Teig gebacken werden. Dafür eignet sich ein normaler Rührkuchen oder, wie in meinem Fall, dieser super leckere Schokokuchen. Für die Kugel habe ich das ca. 1,5 fache Rezept verwendet, die beiden großen runden Kuchen enthalten jeweils 1 Rezept. Der kleine runde Kuchen enthält knapp 1 Rezept.
Ich habe die Halbkugel-Form* von Wilton verwendet, die mir bisher sehr gute Dienste geleistet hat
Kleinere Kugeln mit 8cm Durchmesser kann man z.B. mit dieser Halbkugelform (8cm) aus Silikon* erstellen.
Kopf
Für den Kopf wird zunächst von einer der beiden Halbkugeln waagerecht eine Scheibe von ca. 5cm abgeschnitten.
Diese Scheibe ist Teil des Kopfes, etwa der Augenbereich. Die Scheibe wird mit Aprikosenmarmelade bestrichen. Dann wird der kleine runde Kuchen darauf gesetzt, so dass der Kopf eine Haube bekommt. Nun wird die zweite Halbkugel ebenfalls mit Aprikosenmarmelade bestrichen. Den Kopfteil mit Haube aufsetzten. Nun sollte der Kopf etwa so aussehen:
Körper
Für den Körper wird einer der beiden großen runden Kuchen mit Aprikosenmarmelade und/oder Ganache bestrichen. Dann wird der zweite große runde Kuchen darauf gesetzt. Die Höhe beider Kuchen sollte nun mind. 2/3 des Durchmessers vom Kopf (mit Haube) betragen.
Nun wird der Kuchen zugeschnitten: Es sollte sich eine Tropfenform mit abgeschnittener Spitze ergeben. Das Hinterteil wird nämlich aus den Abschnitten zusammengesetzt. Am besten ritzt man zunächst die Form in den Kuchen und schneidet dann mit einem großen Brotmesser senkrecht runter entlang der Linie. Anschließend rundet man die Kanten oben und unten insbesondere im Brustbereich ab.
Aus dem halbrunden Rest vom Kopf wird zusammen mit den seitlichen Abschnitten vom Körper das Hinterteil der Ente gebastelt. Dazu wird der Körper mit zwei Kuchenstreifen nach hinten verlängert. Dann setzt man den halbrunden Kuchen an, so erhält das Hinterteil die gebogene Form. Das Hinterteil spitz zulaufend zuschneiden. Nun muss nur noch mit ein paar Abschnitten der Übergang oben von Körper zu Schwanz ausgeglichen werden. Bestreicht man die Teile mit reichlich Aprikosenmarmelade, hält alles ganz gut zusammen.
Um zu prüfen, ob die Proportionen stimmen, kann der Kopf nun auf den Körper gesetzt werden:
Aus einem kleinen Kuchenrest den Schnabel formen. Diesen zunächst mit 1-2 Schaschlik-Spießen am Kopf befestigen.
Einstreichen und Glätten
Ich habe den Fehler gemacht, die Ente nun komplett erst mit Aprikosenmarmelade (für die Saftigkeit) und dann mit Ganache einzustreichen. Es sollte aber UNBEDINGT DER KOPF GETRENNT VOM KÖRPER EINGESTRICHEN UND MIT FONDANT ÜBERZOGEN WERDEN!!!!! Sonst hat man es unnötig schwer. Ich hatte mich zu dem Zeitpunkt aber so in Enti verliebt, dass ich daran nicht mehr gedacht habe…
Also KOPF UND KÖRPER GETRENNT VONEINANDER sorgfältig mit Aprikosenmarmelade einstreichen. Die Ente in Frischhaltefolie wickeln und die Marmelade über Nacht einziehen lassen. Dann alles mit Ganache sorgfältig glätten.
Ist die Ganache fest, kann man die Schaschlik-Spieße am Schnabel entfernen.
Fondantdeko
- gelber Fondant (Kopf)
- grüner Fondant (Körper)
- weißer Fondant (Flügel, Augen)
- orangerote Lebensmittelpulverfarbe
- schwarze Lebensmittelpulverfarbe
- Alkohol
- Zuckerkleber
Auch hier gilt: UNBEDINGT ERST DEN KÖRPER UND DEN KOPF GETRENNT VONEINANDER EINDECKEN; DANN DIE ENTE ZUSAMMENSETZEN!!!!!
Den Körper habe ich mit fiesem chirurgengrünem Fondant eingedeckt. Weil ich ja so dumm war, den Kopf auf dem Körper zu lassen, hat mich der Überzug so einiges an Nerven gekostet.
Den Kopf und die Haube komplett mit gelbem Fondant eindecken. Den Fondant dazu nicht zu dünn ausrollen, da er auf Grund der Kugelform und des Schnabels ganz schön gedehnt werden muss.
Für die Haube entlang der Kante der Haube den gelben Fondant aufschneiden und den Fondant entfernen. Nun eine kleine Portion grünen Fondant ausrollen und damit die Haube überziehen. Einen schmalen Streifen als Abschluss der Haube ankleben.
Nun kann der Kopf auf den Körper gesetzt werden. Dazu ein Holzspieß in den Körper stecken und darauf den Kopf spießen. Den Kopf ggf. mit etwas Ganache festkleben.
Zwei schmale grüne Fondantstreifen als Abschluss für die Haube und den Kittel verwenden. Am Kittel eine hübsche Schleife legen.
Aus weißem Fondant die Flügel bzw. Handschuhe ausschneiden. Die Flügel mit etwas Zuckerkleber seitlich im vorderen Bereich ankleben. Zwei Ovale für die Augen ausschneiden und über dem Schnabel ankleben. Rote und schwarze Pulverfarbe jeweils in Alkohol auflösen. Mit der schwarzen Farbe die Augen aufmalen. Mit Rot den Schnabel einfärben. Wer mag, kann noch einen echten Mundschutz hinzufügen.























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