Inhaltsverzeichnis
Rezept: amerikanische Buttercreme
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| Zubereitungszeit | 30 Minuten |
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Portionen
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- 320 g weiche Butter
- 750 g Puderzucker
- 3 EL Flüssigkeit Menge variabel siehe Varianten unten
- 1/2 TL Salz Menge nach Geschmack
- Aroma siehe Varianten unten
Mengen
Ergibt ca. 1200ml oder 1100g. Zum Einstreichen von einer ca. 26cm großen und 8cm hohen Torte.
Zutaten
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- Butter, Aroma (Vanille o.ä.) und Salz ca. 5min luftig aufschlagen. Wird Palmin oder ein anderes weißes Fett verarbeitet, wird dieses mit aufgeschlagen.
- Dann esslöffelweise den gesiebten Puderzucker zufügen und alles aufschlagen. Etwa nach ⅔ der Puderzuckermenge muss man beginnen, langsam Flüssigkeit zuzufügen. Es werden nur wenige Tropfen benötigt, immer unter Rühren gerade nur so viel zufügen, wie benötigt wird. Die Creme sollte mindestens 10min aufgeschlagen werden. Flüssige Zusätze werden am besten in die Flüssigkeit gerührt, feste Zusätze (Zitronenschale, Milchpulver, Schlagcremepulver) werden mit dem Puderzucker gemischt. Die Flüssigkeit dabei nur vorsichtig zugeben, gerade so viel wie eben nötig. Ist der gesamte Puderzucker untergearbeitet, kann weitere Flüssigkeit zugefügt werden, um die Konsistenz weicher zu machen.
- Buttercreme sollte immer bei Zimmertemperatur verarbeitet werden. Wird die Creme vorbereitet und daher längere Zeit gekühlt, muss sie wieder Zimmertemperatur annehmen und anschließend gründlich aufgeschlagen werden. Gerinnt sie dabei, ist sie zu kalt. Dann hilft leichtes Erwärmen über dem Wasserbad oder für eine Sekunden in der Mikrowelle.
- Ist die Buttercreme z.B. im Sommer zu weich, hilft kurzes Kühlen.
- Torten mit Buttercreme gefüllt müssen vor dem Servieren ebenfalls wieder Zimmertemperatur annehmen, damit die Creme weich wird und sich die Aromen entfalten. Das kann je nach Größe der Torte und Raumtemperatur unterschiedlich lange dauern, 1-2h sollten eingeplant werden.
- Mit Buttercreme gefüllte Torten neigen dazu, trocken zu werden. Ich empfehle daher, die Böden mit Läuterzucker zu tränken. Dafür Zucker und Wasser etwa 1:1 aufkochen, abkühlen lassen und jeweils 4-5 EL über die Böden träufeln. Das macht den Boden weder matschig noch süß, es macht die Torte nur saftig. Nach Wunsch kann der Läuterzucker auch mit Säften gekocht werden oder mit Alkohol, Vanille usw. aromatisiert werden.
Varianten
Es existieren zahllose Varianten der amerikanischen Buttercreme. Jeder macht sie ein bisschen anders und hat seine eigenen ultimativen Tipps. Letztlich bleibt es aber immer bei Butter mit einem Haufen Puderzucker und etwas Flüssigkeit. Hier habe ich verschiedene Möglichkeiten zusammengefasst, mit denen ihr eure ganz persönliche Lieblingsvariante kreieren könnt.
Verhältnis Butter zu Puderzucker
Von 1 Teil Butter mit 1 Teil Puderzucker bis 1 Teil Butter und 3 Teile Puderzucker ist so ziemlich alles möglich. Logischerweise wird die Creme immer süßer, je mehr Puderzucker enthalten ist. Dafür sinkt der Fettgehalt. Für mich persönlich gibt es dabei kein wirklich perfektes Verhältnis, weil mir die Creme entweder zu fettig oder zu süß wird. Daher benutze ich normalerweise Alternativen wie die Swiss Meringue Creme. Das oben angegebene Rezept ist für mich ein Kompromiss, wenn z.B. aus Haltbarkeitsgründen, Zeitgründen oder Konsistenzgründen nur eine amerikanische Buttercreme in Frage kommt.
Konsistenz beeinflussen
- Temperatur: Je wärmer, desto weicher und je kälter, desto fester. Bei sommerlich warmen Temperaturen ist die Buttercreme deutlich weicher, dann braucht man auch weniger Flüssigkeit. Bei kühlen Temperaturen ist die Butter fester und für die gleiche Konsistenz wird mehr Flüssigkeit gebraucht.
- Je mehr Flüssigkeit, desto weicher. Für Spritzarbeiten mit russischen Tüllen wird eine sehr feste Creme benötigt (max. 1 -2 EL Flüssigkeit), für andere Spritzarbeiten und zum Einstreichen einer Torte eine mittelfeste Creme (ca. 1-3 EL Flüssigkeit) und zum Füllen einer Torte eher eine weiche Creme (ca. 4 EL und mehr). Die Flüssigkeit immer vorsichtig dazu geben, da wenig viel bewirkt!
- Je mehr Puderzucker (oder Kakao), desto fester – siehe oben. Wird mind. die doppelte Menge Puderzucker wie Butter verwendet, krustet die Buttercreme über. Dadurch wird sie relativ unempfindlich gegen versehentliche Berührungen.
- Zartere, weniger körnige amerikanische Buttercreme: Statt den Puderzucker zusammen mit der Flüssigkeit nach und nach hinzuzufügen, kann man die Flüssigkeit auch aufkochen und über den Puderzucker gießen. Dadurch entsteht ein Zuckerguss. Dieser wird dann zur Butter gegeben. Das ergibt eine zartere, weniger körnige Creme. Nachteil: Die Konsistenz kann nicht so gut reguliert werden, da man vorher wissen muss, wie viel Flüssigkeit man zugeben möchte.
- Luftigere Creme: Zusätzlich 80g (=1 Pck.) Schlagcremepulver oder Instantpuddingpulver mit dem Puderzucker unterrühren. Dabei ca. 100ml Flüssigkeit verwenden, so dass eine weichere, luftigere Creme entsteht.
Geschmack beeinflussen
- Schoko: Puderzucker durch Kakao ersetzen – siehe unten
- Zugabe von Rum- oder Mandelaroma
- Kaffee: Statt Milch Espresso verwenden
- Frucht: Statt Milch Fruchtsäfte oder besser Fruchtpüree oder Sirups verwenden – der Fruchtgeschmack bleibt dabei aber eher dezent. Für eine richtige fruchtige Buttercreme, die auch fondanttauglich ist, empfehle ich die Italian Meringue Creme. Muss die Buttercreme nicht fondanttauglich sein, ist die Puddingbuttercreme zubereitet mit Fruchtpüree eine leckere Alternative.
- Zugabe diverser Aromapasten (von Erdbeer zu Karamell oder Champagner ist so ziemlich alles erhältlich)
- Zitrone: als Flüssigkeit Zitronensaft verwenden, zusätzlich ggf. mit der Schale von 2 Bio-Zitronen würzen
- Orange: als Flüssigkeit eine Mischung aus Orangensaft und Zitronensaft verwenden, zusätzlich ggf. mit der Schale von 1 Bio-Orange würzen
- Weniger süße amerikanische Buttercreme: Der Puderzucker kann teilweise durch Magermilchpulver ersetzt werden, dadurch wird die Creme weniger süß. Nicht geeignet bei Laktoseunverträglichkeit! Die Creme wird außerdem durch das Milchpulver eher noch körniger und mächtiger, da ja mehr Fett hinzu kommt. Außerdem hilft eine gute Prise Salz, was die Süße etwas ausgleicht.
Sonstiges
- Länger haltbare Creme: Statt Milch Wasser verwenden
- Weißere Creme: Die Butter ganz oder teilweise durch ein festes, weißes Pflanzenfett ersetzen. Achtung! Das hier erhältliche Palmin Soft ist weicher, wie Butter. Dadurch wird die Creme auch weicher bzw. schmilzt schneller.
Rezept: Amerikanische Schokobuttercreme
- 250g Butter
- 150g Palmin
- 200g Kakao
- 500g Puderzucker
- ½ TL Salz
- Vanille
- ca. 10 EL Flüssigkeit
- Die Butter mit dem Palmin, der Vanille und dem Salz ca. 5min schaumig schlagen.
- Den Kakao esslöffelweise unterrühren.
- Dann den gesiebten Puderzucker abwechselnd mit der Flüssigkeit hinzugeben. Dabei gerade nur so viel Flüssigkeit zufügen, dass sich alles zu einer Creme verbindet. Ist der gesamte Puderzucker untergearbeitet, ggf. mehr Flüssigkeit zufügen, um eine weichere Creme zu erhalten.
- Alles etwa 5-10min aufschlagen.
Video: Amerikanische Schokobuttercreme
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Vorteile
- schnell, einfach, gelingsicher
- fondanttauglich
- lässt sich gut spritzen
- gekühlt und bei Zimmertemperatur formstabil
- auch bei Zimmertemperatur mehrere Tage haltbar, insb. in der Variante mit Wasser
- kann gut vorbereitet werden
Nachteile
- extrem süß und fettig
- durch den Puderzucker bleibt leicht ein pudriges Gefühl im Mund
- nur bedingt abwandelbar
Amerikanische Buttercreme ist gut zum Einstreichen von Motivtorten geeignet, da sich damit sehr gut Unebenheiten ausgleichen lassen und der Fondant vor Feuchtigkeit geschützt ist. Außerdem gehört die amerikanische Buttercreme zu den klassischen Cupcake-Frostings. Für Tortenfüllungen ist sie dagegen (aus meiner Sicht) zu mächtig und süß. Ich benutze die Creme kaum noch, stattdessen benutze ich zum Einstreichen von Torten gerne Swiss Meringue Buttercream. Diese Creme ist zwar aufwändiger zu machen, aber deutlich weniger süß und viel feiner im Geschmack. Auch für Frostings verwende ich sie neben Frischkäse-Frosting und Pudding-Buttercreme gerne mal.
Lagerung und Haltbarkeit
Die Buttercreme kann gekühlt 1 Woche aufbewahrt werden oder für mehrere Wochen eingefroren werden. Danach sollte sie Zimmertemperatur annehmen und erneut aufgeschlagen werden. In der Variante mit Wasser hält sie sich gekühlt ca. 2 Wochen und bei Zimmertemperatur etwa 3-4 Tage.

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