Manche Jubiläen sind etwas ganz besonderes und verdienen eine wunderschöne Hochzeitstorte. Eine Diamantenen Hochzeit ist einfach so ein Anlass. 60 gemeinsame Ehejahre, was für eine lange Zeit.

Meine Schwiegergroßeltern haben an diesem Ostern bei einer gemütlichen Kaffeerunde ihre Diamantene Hochzeit gefeiert. Dafür habe ich natürlich eine Torte gebacken. Da meine Schwiegerfamilie ein ganzes Stückchen weg wohnt, habe ich die Torte vor Ort gebacken und dekoriert. Ganz schön ungewohnt, in einer fremden Küche zu werkeln.

Ich habe einen Schokowunderkuchen in der Cake Lace* gebacken und diesen mit Frischkäse-Sahne gefüllt. Mit der Form erhält man einen sehr hohe Torte mit einem herzförmigen Hohlraum, den man beliebig füllen kann. Hier findet ihr eine Anleitung für eine sehr ähnliche Form. Eingestrichen wurde die Torte dann mit Schokobuttercreme. Anschließend habe ich sie mit weißem Fondant von Tortenkleid* eingedeckt. Der Fondant ist einfach ein Traum zum Verarbeiten und, zumindest im 7kg Eimer, auch gar nicht teuer. Besonders gefällt mir das seidige Finish, das habe ich sonst bei kaum einem Fondant so schön gesehen.

Dazu habe silbrig-weiße Spitze in meiner Spitzenmatte* gemacht. Dafür habe ich zum ersten Mal die fertig angerührte Zuckerspitzen-Paste von Cake Lace* benutzt. So richtig zufrieden bin ich nicht, ähnlich wie bei Magic Decor* trocknet die Spitze leicht ungleichmäßig. Dünne Stellen werden schnell brüchig, dickere bleiben klebrig. Überhaupt musste ich zwei Schichten auftragen, um eine stabile Spitze zu bekommen. Dafür war diese dann aber wirklich kräftig und hat wunderschön geglänzt. Falls euch interessiert, wie man eine solche Zuckerspitze herstellen kann, findet ihr hier ein Tutorial.
Update: Mittlerweile bin ich ein großer Fan der Cake Lace von Claire Bowman* und benutze sie fast nur noch. Die fertig angerührten Pasten empfinde ich als sehr praktisch, da nur die Masse nicht angerührt werden muss und einfach nach Bedarf entnommen werden kann. Die angebrochene Masse hält sich auch sehr lange. Auch das Pulver zum Anrühren liefert gute Ergebnisse. Mittlerweile habe ich die Zeiten und Temperaturen für meinen Ofen raus, so dass ich sehr zuverlässig perfekte Spitze bekomme. Bei vielen Motiven trage ich allerdings zwei Schichten auf, damit die Spitze dicker wird (dazu nach dem ersten Trocknen eine zweite Schicht ebenso wie die erste Auftragen und erneut bei gleicher Temperatur und mit gleicher Zeit trocknen.)

Für das Gesteck habe ich ganz viele Rosen, Edelwicken und einige Fliederblüten gemacht (Anleitung für Rosen und Edelwicken). Teilweise hatte ich die Blumen schon zu Hause vorbereitet, teilweise habe ich sie vor Ort zusammen mit meiner Schwiegerfamilie gebastelt. Damit das Gesteck kuppelförmig wird, habe ich eine Halbkugel aus Rice Crispie Masse hergestellt. Diese habe ich mit Royal Icing eingestrichen, um eine glatte weiße Oberfläche zu erhalten. Eigentlich wollte ich sie auch noch mit Fondant überziehen, aber das habe ich vergessen.

Auf diese Halbkugel habe ich mit Royal Icing die Rosen geklebt. Leider braucht das Icing eine Weile, bis es trocknet und die Rose wirklich klebt. Im Nachhinein hätte ich die Blumen lieber mit Heißkleber befestigt. So ein Gesteck wird ja nicht gegessen, daher kann man im Prinzip auch nicht-essbaren Kleber verwenden. Zu den Rosen habe ich Fliederblüten und Edelwicken auf Draht gesteckt, so dass alle Lücken gefüllt waren. Für so eine Halbkugel braucht man enorm viele Blumen, das hatte ich wirklich unterschätzt. Aber dafür hat sich die Arbeit auch wirklich gelohnt, so ein großes Gesteck in zarten Rosa- und Fliedertönen mit etwas Creme wirkt einfach wunderschön. Nach so einigen Stunden Arbeit ist eine bezaubernd romantische Torte für einen ganz besonderen Anlass entstanden.



10 Antworter auf Hochzeitstorte mit Rosen zur Diamantenen Hochzeit
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